Ich warte auf das richtige Licht.
Auf Nebel, der sich hebt, auf die Blaue Stunde, auf den Moment, in dem ein Ort seine Stimmung zeigt. Daraus entstehen Filme, die nicht laut sein müssen, um hängen zu bleiben.
Ich bin Luis, Filmemacher aus Hamburg. Angefangen hat alles 2023 mit einer Drohne, seitdem habe ich in den Alpen, an der Ostsee und zuletzt in den schottischen Highlands gedreht, bei Sonne genauso wie nachts im Sturm.
Heute mache ich Porträt- und Imagefilme für Unternehmen und Selbstständige: ruhig, atmosphärisch und mit Blick für die Menschen dahinter.
Ein Dreh läuft selten nach Plan. Gut werden kann er trotzdem.
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Am Ende erinnern sich die meisten nicht daran, was genau gesagt wurde, sondern wie sich ein Video angefühlt hat.
Deswegen steht bei mir von Anfang an die Stimmung im Mittelpunkt. Bevor ich irgendetwas drehe, suche ich zusammen mit dem Kunden die Musik aus. Der Track legt die emotionale Richtung fest – er ist die Weichenstellung für das gesamte Projekt und beeinflusst später Schnitt, Bildsprache und Tempo des Films.
Wenn Idee und Musik zusammenpassen, plane ich den Film in Milanote: Ich halte Ablauf, Farbwelt, Stimmung der Szenen, mögliche Locations und Referenzen fest – alles an einem Ort, auf Wunsch auch für den Kunden einsehbar. Parallel dazu arbeite ich im Schnittprogramm weiter, lege die Musik an und baue einen groben Ablauf mit Platzhaltern.
Die Aufnahmen werden später gezielt um die Musik herum geplant, statt den Song im Nachhinein passend zu schneiden. So entsteht ein Film, der rhythmisch und emotional wie aus einem Guss wirkt – und der Dreh bleibt effizient, ohne viele Reshoots.
Zuerst die Musik, dann die erste Aufnahme.
Gute Bilder entstehen nicht zufällig – sie brauchen Kontrolle über Licht, Bewegung und Ton.
Ich filme mit der Lumix S5 II für einen sauberen, cineastischen Look und präzise Farben. Dazu setze ich lichtstarke Optiken ein, die vom weiten Überblick bis zur feinen Detailaufnahme alles abdecken. Ruhige Kamerafahrten und gezielt gesetztes Licht sorgen für Atmosphäre und ein hochwertiges Erscheinungsbild; der Ton wird genauso sorgfältig aufgenommen, damit Aussagen klar und nah klingen.
Wenn es die Geschichte verlangt, ergänze ich das durch Drohnenaufnahmen mit der DJI Mavic 3 Classic – für weite Establishing-Shots und fließende Übergänge von oben. Am Ende liefere ich flexibel nach Wunsch: in 24, 25 oder 30 fps und in HD, 4K oder 5K – oder genau in der Auflösung und Framerate, die benötigt wird.
Ein Ort zum Wachsen – und das im wahrsten Sinne.
Für mein Videoprojekt über die Gärtnerei Finder in Hamburg-Sasel durfte ich einen traditionsreichen Familienbetrieb porträtieren, der seit fast 90 Jahren tief in der Region verwurzelt ist.
Statt eines klassischen Imagefilms entstand ein ruhiges, ästhetisches Porträt mit Blick fürs Detail – vom ersten Licht des Tages bis zu den leuchtenden Farben der Pflanzenwelt. Neben dem Hauptfilm habe ich auch ein kurzes Reel für Instagram erstellt, um das Gefühl des Ortes in wenigen Sekunden einzufangen.
Ein Projekt, das mir nicht nur filmisch viel bedeutet hat, sondern mir auch durch die Unterstützung der Eigentümerfamilie einen besonderen Einblick in echtes Handwerk und gelebte Nachhaltigkeit gegeben hat.






Ich möchte mich bei Familie Finder ganz herzlich für ihr Vertrauen und für ihre Unterstützung bedanken, denn sie haben es mir ermöglicht, meinen ersten Imagefilm in ihrer Gärtnerei zu drehen.
„The Same Gray“ ist eine Geschichte über einen Seemann, der auf einer regnerischen, kargen Insel im Südatlantik geboren wurde und dem ewigen Grau seiner Jugend entkommen konnte, bloß um 30 Jahre später auf dem gleichen Breitengrad angespült zu werden, nur auf der anderen Seite der Welt.
Inspiriert durch nordische Mythologie und die raue, winterliche Nordsee entstand nach einigen Monaten Planung die Storyline für diesen Kurzfilm. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem schottischen Schauspieler, um die Rolle authentisch zu besetzen. Daraufhin kontaktierte uns Stephen Corrall, der wie geschaffen für die Rolle schien. Auch bei der Suche nach einem Drehort wurden wir fündig: Wir stellten einen Kontakt her mit Fred Smith vom Auchindrain Township, der einzigen überlebenden Siedlung aus der Zeit der Highland Clearances. Dort fand auch unser erster Drehtag statt, um die Innenszenen für den Film zu drehen. Am nächsten Tag fuhren wir auf die Halbinsel Ardnamurchan, um in der völlig menschenleeren Landschaft Stephen als gestrandeten Seefahrer zu inszenieren. Auch Szenen, die aus Filmperspektive in der Gegenwart stattfinden, haben wir dort gedreht.
Danach haben wir uns von Stephen verabschiedet und die restlichen Drehtage damit verbracht, Landschaftsaufnahmen zu filmen. Dafür waren wir hauptsächlich auf Skye und haben dort mit Teleobjektiv, Weitwinkel und Drohne die verregnete Landschaft eingefangen. Zum Schluss wollten wir noch die Außenaufnahmen vom Cottage des Protagonisten östlich von Skye machen, aber der Weg war wegen des starken Regens und übertretender Flüsse nicht zu befahren. Deshalb entschieden wir uns spontan dazu, den Protagonisten Wasser schöpfen zu lassen, um die beeindruckende Nebellandschaft doch noch einbinden zu können. Nachdem alles im Kasten war, begann die Postproduktion: Die Aufnahmen wurden sortiert, Stephen nahm ein Voiceover auf, und der Film wurde geschnitten.
Der fertige Film ist seit dem 8. Oktober 2026 auf YouTube zu sehen.
Relief nach SRTM/ETOPO1 (Mapzen) · Routen © OpenStreetMap-Mitwirkende








„The Mountains“ ist ein Reisefilm durch die Alpen, vom Berchtesgadener Land bis in die Dolomiten, und mein erster Film mit einer Geschichte.
Gedreht haben wir im August 2025. Diesmal kam vieles zusammen, was ich bei den Projekten davor gelernt hatte: die Planung, die mir bei „The South“ gefehlt hatte, und das Vorausdenken von Bildern aus „Track of Time“.
Unterwegs waren wir im Berchtesgadener Land und in den Dolomiten, für den Anfang des Films auch auf Sylt. Gegen Ende der Reise durften wir in Badia bei einer traditionellen Zeremonie dabei sein. In der Kirche konnte ich den Gottesdienst samt Orchester aus nächster Nähe filmen.
Zum ersten Mal habe ich hier auch eine Geschichte erzählt, statt nur schöne Orte aneinanderzureihen. Schauspieler gab es noch keine, das kam erst mit „The Same Gray“.
Relief nach SRTM/ETOPO1 (Mapzen) · Routen und Seen © OpenStreetMap-Mitwirkende






„Track of Time“ ist ein Kurzfilm über die Molli, die historische Dampflok, die bis heute zwischen Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn fährt.
In Kühlungsborn haben wir oft Urlaub gemacht, und die Molli gehörte dort immer dazu. Irgendwann kam mir die Idee, ihr einen eigenen Film zu widmen.
Gedreht haben wir im Frühjahr 2025, von innen wie von außen. Für den Film durfte ich in den Führerstand und während der Fahrt drehen, ganz nah am Feuer und an der Arbeit der Lokführer. Draußen haben wir die Lok mit der Drohne begleitet. Für die aufwendigste Einstellung sind wir früh am Morgen vom Strand aus aufs Meer hinausgeflogen und haben dann umgedreht: Strand, Steilküste, die Wiese dahinter und schließlich die Molli, der die Drohne parallel folgt. Für die Perspektive von unten haben wir uns in einen Graben neben die Gleise gesetzt und gewartet, bis sie über uns hinwegfuhr.
Zum ersten Mal hatte ich ein Motiv, das nicht auf mich wartet. Jede Einstellung hing davon ab, wann und wo die Molli vorbeikommt, und für jede gab es nur einen Versuch pro Durchfahrt. Das hat mir beigebracht, Bilder vorauszudenken, statt sie vor Ort zu suchen.






Gedreht an der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli.
„The South“ ist mein erster aufwendigerer Reisefilm: eine Reise durch die Berge rund um Innsbruck, die in den Kanälen von Venedig endet.
Gedreht haben wir 2024, zuerst in der Region Innsbruck und danach in Venedig. Die beiden Orte könnten kaum verschiedener sein, und genau das wollte ich zeigen: hier die Alpen mit ihren Pässen und Bergseen, dort die alten Fassaden, das Wasser und die Kuppeln von San Marco.
Leicht war das nicht. Rund um Innsbruck fühlt man sich zwischen den hohen Bergen und engen Tälern schnell eingeengt, weite Blicke muss man suchen. Weil man um die Berge herumfahren muss, wurde jeder Ortswechsel zu einer langen Fahrt. Dazu kamen die Drohnenregeln: An viele Stellen durften wir gar nicht erst fliegen. Viele Locations haben wir deshalb erst vor Ort gefunden, und die Route mussten wir mehrmals umwerfen. In Venedig war es dann unglaublich heiß, auch das eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde.
Daraus habe ich vor allem eines mitgenommen: Ein Reisefilm entsteht zu einem großen Teil schon vor der Abreise. Ein Jahr später bin ich mit genau dieser Erfahrung für „The Mountains“ in die Alpen zurückgekehrt, diesmal mit einem Plan.







